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Weihnachten in Kalifornien

Während in Deutschland der Weihnachtsmann für die Geschenke zuständig ist, heißt der Kollege im fernen Amerika Santa Claus. In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember kommt er mit seinem Rentierschlitten angeflogen, rutscht durch den Schornstein und füllt das weihnachtlich geschmückte Wohnzimmer mit Geschenken.

Die Adventszeit in den USA startet bereits mit dem Thanksgiving Day, dem für Amerikaner wichtigsten Fest des Jahres. Am vierten Donnerstag des Novembers kommen die Familien zusammen und verspeisen einen Truthahn. Das Gemeinschaftserlebnis hat seinen Ursprung im Erntedankfest und läutet gleichzeitig die Vorweihnachtszeit ein.

In den Vereinigten Staaten ist es zudem ein schöner Brauch, Grußkarten an Familie und Freunde zu verschicken. Viele Amerikaner machen auch ein alljährliches Christmas Photo von der ganzen Familie und drucken dieses auf eine personalisierte Weihnachtsgrußkarte. Allein zwischen Thanksgiving und Neujahr liefert der US Postal Service fast 15 Milliarden Briefe und Karten aus, dazu kommen noch etwa 910 Millionen Pakete.

Übrigens, Kinder können vor dem Fest ihre Wünsche dem Weihnachtsmann schriftlich mitteilen, wenn sie an die Postleitzahl H0H0H0 schreiben. Die Briefe werden sogar beantwortet, von Angestellten der kanadischen Post.

In Kalifornien, wo im Dezember weder Frost noch Schneefall zu erwarten sind, träumen die Menschen von einer weißen Weihnacht mithilfe von Kunstschnee, der bei dem Dekorieren häufig zum Einsatz kommt. Überall wird groß und viel dekoriert. Die Häuser sind mit vielen Lichterketten und leuchtden Figuren geschmückt. Dabei bleiben sich US-Bürger natürlich ihrem allzeit bewährten Motto treu – BIGGER IS BETTER!

Anschließend wird der „Christmas Tree“ einige Tage vor Weihnachten auf „Tree-Partys“ gemeinsam mit Freunden und/oder Bekannten geschmückt und dabei gibt es natürlich noch die „Christmas Pickle“ („Weihnachtsgurke“)! Eine einzigartige Tradition, die sogar etwas mit Deutschland zu tun hat. Denn damals gab es das Gerücht, die „Christmas Pickle“ sei eine alte deutsche Tradition.

Doch das ist auch ziemlich die einzige Geinsamkeit mit Deutschland, denn wenn der 24. Dezember auf einen Wochentag fällt, gehen die Amerikaner sogar ganz normal zur Arbeit oder in die Schule. Das eigentliche Weihnachtsfest beginnt erst am 25. Dezember. Für Kinder ist es eine Sitte, am Abend zuvor die Socken am Kamin zu befestigen. Außerdem werden Kekse und Milch für die Tiere hingestellt. Denn die Legende besagt, dass in der Nacht zum 25. Dezember Santa Claus und der rotnäsige Rudolph mit seinen acht Rentierkollegen, die Geschenke bringt.

Am nächsten Morgen ist dann das große Auspacken, die Strümpfe sind reichlich befüllt und auch unterm Tannenbaum liegen viele Geschenke. Im Laufe des Tages kommen Freunde und Verwandte vorbei.

Als Willkommenstrunk wird Egg Nogg gereicht, ein süßes Mixgetränk mit viel Whiskey. Meistens wird ein „turkey“, ein Truthahn, gegessen. Dazu werden Preiselbeeren und als Nachtisch ein Kuchen aus Süßkartoffeln gereicht. Aber im Gegensatz zu Thanksgiving bleibt das Weihnachtsfest auf einen Tag beschränkt. Ein zweiter Feiertag existiert offiziell nicht; schon am 26. Dezember ruft wieder die Schule. 

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