Am Donnerstag, den 20. März, fand in der Mensa Meierfeld ein besonderes Ereignis statt: das gemeinsame Fastenbrechen der „Vielfalt@RGH-AG“. In diesem Jahr überschneiden sich der islamische Fastenmonat Ramadan und der christliche Fastenmonat – eine Gelegenheit, die Herr Avşar, Lehrer für Mathematik und Spanisch, gemeinsam mit der Religionsfachschaft nutzte, um ein interkulturelles Fastenbrechen zu organisieren. Aus diesem Projekt entstand auch die Idee zur Gründung der „Vielfalt@RGH-AG“, die donnerstags in der 7. Stunde für Schüler:innen der 5. bis 8. Jahrgangsstufe stattfindet.
Um 18:00 Uhr begrüßten Herr Avşar und die acht Mitglieder der AG über dreißig anwesende Schüler:innen und Lehrkräfte. Herr Avşar betonte: „Das Fastenbrechen ist mehr als nur eine kleine Veranstaltung. Es ist ein Zeichen für die Vielfalt unserer Schule.“ Im Mittelpunkt standen Verzicht und Gemeinschaft. Ein besonderer Dank ging an die AG-Mitglieder, die Schulleitung, die Religionsfachschaft und Herrn Kneisel für ihre Unterstützung.



Die Mensa war liebevoll dekoriert: islamische und christliche Symbole, für die Frau Ries verantwortlich war, zierten die Tische, darunter Fisch-Symbole und Datteln – letztere werden traditionell zum Fastenbrechen nach den Lehren des Propheten Mohammed verwendet. Bereits beim Ankommen erhielten alle Gäste Knicklichter, und Umschläge mit Gesprächsfragen wie „Was war heute dein erster Gedanke beim Aufwachen?“ sorgten für abwechslungsreiche Gespräche.
Nach Sonnenuntergang eröffneten die Veranstalter das reichhaltige Buffet. Die Anwesenden genossen die Vielfalt der Speisen, die von den Gästen beigesteuert wurden.


Im Anschluss an das Essen hatten die Anwesenden die Chance, sich bei einer Runde „Reise nach Jerusalem“ zu beweisen. Schüler:innen verschiedener Jahrgangsstufen lernten sich kennen und auch einige Lehrkräfte trugen zu dem regen Austausch bei.
Was haben Sie von dem Abend erwartet, Herr Avşar? „Vor allem leckeres Essen“, scherzte er. „Ich würde mich freuen, mit dieser Aktion eine Reihe von weiteren Veranstaltungen angestoßen zu haben.“ Über zukünftige Projekte wurde bereits nachgedacht – ein Besuch in einer Moschee oder Synagoge steht im Raum.
Was bedeutet das Fasten für Sie? „Der Ramadan scheint erstmal anstrengend zu sein. Aber viele vergessen, dass er der Höhepunkt des Jahres ist. Es ist eine Zeit der Enthaltsamkeit und der charakterlichen Weiterentwicklung. Treffen mit der Familie und den Freunden gibt es in der Häufigkeit nur selten im Jahr. Es ist eine schöne, bereichernde Zeit. Aber natürlich steht auch die spirituelle Dimension, die Gottesliebe im Vordergrund. Die Teilnahme am Fasten beginnt oft ab der Pubertät, es gibt aber auch viele Kinder, die Ihren Eltern nacheifern möchten, so auch meine Nichte und mein Neffe.“

Die Mitglieder der AG – Joline, Roha, Jette, Tilda, Frieda, Marie, Nadja und Kayra – trugen unter anderem mit Informationsplakaten über das islamische und christliche Fasten maßgeblich zum Gelingen des Abends bei. Die Veranstaltung endete schließlich um 20:00 Uhr.
Herr Avşar zeigte sich am Ende des Abends zufrieden. Der Wusch nach Wiederholung sei groß, so Herr Avşar.